Wie verdienen OTAs Geld mit Hotels? (Vollständige Provisions-Aufschlüsselung)
Kurzantwort: Online-Reisebüros (OTAs) verdienen hauptsächlich über eine Provision von 15–25 % pro Hotelbuchung. Booking.com-Standardprovision: 15 %, steigend auf 18–25 % für Preferred Partner und Genius. Expedias Merchant-Modell: typisch 18–25 %. 2023 generierte Booking Holdings 21,4 Mrd. $ Provisionserlöse und Expedia Group 11,7 Mrd. $. Diese Provision ist vertraglich in die Retail-Rate eingebaut, sodass Verbraucher sie im öffentlichen Web weder sehen noch umgehen können.
Welche Provision erheben OTAs tatsächlich?
| OTA | Standardprovision | Preferred / Boosted |
|---|---|---|
| Booking.com | 15 % | 18–25 % (Preferred + Genius) |
| Expedia (Merchant) | 18–22 % | 25–30 % (Accelerator) |
| Hotels.com | 18–22 % (Expedia-eigen) | wie Expedia |
| Agoda | 15–20 % | bis 30 % in APAC-Märkten |
| Trip.com | 10–18 % | 20 %+ (Premium-Platzierung) |
| Airbnb (Hotels/Boutique) | 3–5 % + 14 % Gästegebühr | Split-Modell |
Die zwei OTA-Geschäftsmodelle
OTAs arbeiten in zwei Modellen. Das Agenturmodell (Booking.com-Default): Gast zahlt direkt ans Hotel, Hotel zahlt monatlich Provision an die OTA. Das Merchant-Modell (Expedia-Default): Die OTA kassiert vom Gast, behält den Anteil und überweist netto ans Hotel. Das Merchant-Modell ist lukrativer, da die OTA den Cashflow hält und mehr Preiskontrolle hat.
Warum die Provision für Verbraucher unsichtbar ist
Ratenparitätsklauseln zwingen das Hotel, dieselbe Retail-Rate auf der eigenen Website zu veröffentlichen. Die Provision wird vom Hotel absorbiert – jede OTA-verkaufte Übernachtung bringt 15–25 % weniger Umsatz als eine Direktbuchung. Für den Verbraucher sieht der Preis identisch aus, die Provision bleibt in der Retail-Zahl versteckt.
Wie viel verdienen OTAs branchenweit?
Die zwei börsennotierten Größen – Booking Holdings und Expedia Group – erzielten 2023 kombinierten Umsatz von 36,5 Mrd. $, fast ausschließlich aus Provisionen auf Drittanbieter-Inventar. Inklusive privater und regionaler OTAs (Agoda, Trip.com, Airbnb) übersteigt der globale OTA-Provisionspool 55 Mrd. $ jährlich.
Zahlen OTAs dem Hotel je mehr als die Provision?
Nur über „Accelerator"- oder „Visibility-Booster"-Programme, in denen die OTA ihre Provision effektiv rabattiert, während das Hotel ein höheres Paid-Placement-Gebot finanziert. Wirtschaftlich ist das eine höhere Provision, als Marketing-Ausgabe verkleidet – netto zahlt das Hotel 25–30 %.
Häufig gestellte Fragen
Erhebt Booking.com auch beim Gast eine Provision?
Nein. Die Provision wird nur dem Hotel berechnet. Gäste zahlen die angezeigte Rate ohne sichtbare Servicegebühr (Orts- und Resort-Steuern können durchgereicht werden).
Warum verlassen Hotels Booking.com nicht einfach?
Weil Booking.com bei vielen unabhängigen Hotels 30–50 % aller Buchungen bringt. Ein Austritt bedeutet den sofortigen Verlust der Hälfte der Nachfrage – ein Risiko, das kaum tragbar ist.
Sind Kreditkartengebühren in der Provision enthalten?
Nein. Kreditkartengebühren (2–3 %) kommen zusätzlich und werden von der kassierenden Partei gezahlt (Hotel im Agenturmodell, OTA im Merchant-Modell).
Ist die OTA-Provision für das Hotel steuerlich absetzbar?
Ja, als normale Betriebsausgabe – aber das ist schwacher Trost gegenüber einer 20-%-Umsatzminderung.
Quellen: Booking Holdings 10-K 2023 (SEC); Expedia Group 10-K 2023 (SEC); Phocuswright 2024 „Global Hotel Distribution"; Kalibri Labs 2023 „The Cost of Acquisition"; Skift 2024 OTA-Provisions-Benchmarking.
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